Donnerstag, Juli 09, 2009

Verfall und Restaurierung der Bleistatuen des englischen Bleigiessers John Cheere im Park des Schlosses Queluz

Anno 1747
Neubau einer Sommerresidenz
mit Gartendekoration
Nationalpalast
Schloß Queluz
(Was für Licht)

für den Garten
kauft ein Minister
Carvalho e Mello / geadelt: v. Pombal
("Erster Herkules" im Staate Portugal)
ehemaliger Botschafter Portugals in London
(von 1738 - 1742)

von einer namhaften Künstlerwerkstatt
John Cheere
(1709 - 1787)
-gelernter Kurzwarenhändler-

am Hyde Park in London gelegen
bekannt durch die Werke für
Castle Howard


9 Gruppen Plastiken
57 Statuen freistehend
72 Blumengefäße

Portugiesen haben kein Interesse
am Erhalt ihrer Kulturgüter

erst kamen die
"amigos do alheio"
(Freunde fremden Eigentums)
gemeint sind Diebe und Kunsträuber
ein Kavalliersdelikt

Von ehemals
136 Kunstobjekten
nur
20 Statuen
liessen sie übrig.....

dann kamen die Intellektuellen
in Portugals Regierungen

typisch Banause
typisch Portugiese?
Der aktuelle Zustand der Figuren
vor der Renovierung
Zum Glück gibt es den
World Monument Fund

600.000 €
Kunstfreunde & Museen
halfen finanziell bei der Restaurierung
-Nothilfe aus Mitleid?-

Im Atelier des englischen Meisters
verwahrlost in Portugal
gerettet durch Sachverstand aus England
infolge Desinteresse zu Schrott verkommen
folgende Figuren und Allegorien
aus der hellenistischen Stil Epoche
entnommen der Mythologie....

  • Aeneas und Anchises
  • Vertumnus und Pomona
  • Meleager und Atlanta
  • Der Raub der Persephone

.....harren in London
ihrer Restaurierung

Quelle der Bilder:
Essential Portugal
Obrigado, Roger Mor, Danke

Bericht des WMF:
Boletim 2007

Renovierung von Statuen aus Bleiguß erklärt:
Michael Major Restauration


Mein Kommentar:
Portugiesen sind begabte Facharbeiter (wenn man ihnen eine vernünftige Ausbildung gibt)
Die Restaurierung von Statuen, Skulpturen, Plastiken, Kunstwerken aller Art aus aller Welt könnte für viele Portugiesen eine gewinnbringende Tätigkeit sein mit hervorragenden Ergebnissen für das Kulturerbe der Menschheit.

Statt ein vernünftiges Handwerk zu erlernen lässt man die Jugend sich in pseudo-akademischen privaten Hochschulkursen mit Halbwissen und Einbildung füllen, um sie danach arbeitslos und verzweifelt als hilfsbedürftige Versager zu bemitleiden.....

Wenn Pombal sein Portugal sähe,
würde er sich umdrehen und bitterlich weinen.
Staatshaushalt und Handwerk
wie die Statuen verrottet.


Nachtrag:
Matemática contra o subdesenvolvimento
(Mathematik gegen die Unterentwicklung)
Anklage gegen die Vernachlässigung des Bildungsniveaus an portugiesischen Schulen
Obrigado, JPR, Danke